Sonntag, 27. Juli 2014

Empfehlung des Monats: Tom Hillenbrand - Drohnenland

Kurzbeschreibung
Alles wird überwacht. Alles ist sicher. Doch dann geschieht ein Mord, der alles infrage stellt.
Wozu Zeugen vernehmen, wenn all ihre Bewegungen und Gespräche bereits auf einer Festplatte archiviert sind? Warum Tatorte begehen, wenn fliegende Polizeidrohnen bereits alles abfotografiert haben? Als ein Brüsseler Parlamentarier auf einem Feld nahe der Hauptstadt ermordet aufgefunden
wird, glaubt Kommissar Aart van der Westerhuizen zunächst, den Fall mithilfe des beinahe allwissenden Europol-Fahndungscomputers und der brillanten Forensikerin Ava Bittmann rasch lösen zu können. Und tatsächlich gibt es verblüffend schnell einen Verdächtigen. Doch dann entdeckt er immer mehr Hinweise darauf, dass die digitale Datenspur manipuliert wurde – und gerät in eine Verschwörung, die ganz Europa in seinen Grundfesten zu erschüttern droht.

Über den Autor

Tom Hillenbrand, geboren 1972, studierte Europapolitik,volontierte an der Holtzbrinck-Journalistenschule und war Ressortleiter bei Spiegel Online. Seine Kriminalromane »Teufelsfrucht«,
»Rotes Gold« und »Letzte Ernte« begeistern Kritiker und Leser gleichermaßen. Außerdem veröffentlichte er die Sachbücher »Schräge Schilder« und »Ich bin ein Kunde, holt mich hier raus« (unter dem Namen Tom König)

Meinung

Ich habe den Roman gelesen und kann ihn nur empfehlen. Ein wenig Shadowrun trifft Krimi Noir, erzählt aus der Sicht eines Polizisten. Geschildert wird eine Europäische Union der näheren Zukunft, in der politische Intrigen auf Cyberspace, allgegenwärtige Drohnen und Überwachungsstaat treffen. Garniert ist der Roman immer wieder mit lesenswerten Vergleiche zur Popkultur des 20. Jahrhundert. Und der Ermittler ist wunderbar lakonisch im Stile eines Philip Marlowe.
Insgesamt bleibt der Roman aber an seinen Vorlagen und verzichtet auf innovative oder auch ungewöhnliche Ansätze. Das tut dem Unterhaltungswert des Romanes aber kein Abbruch.

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